Stationärer Modehandel im digitalen Zeitalter: Erfolgreich ohne Online-Shop?

Schaufensterpuppen

© Claudia Hautumm / pixelio.de

Eine aktuelle Studie von GS1 Germany und KPMG zeigt, dass internetaffine Kunden zwar weiterhin stationär einkaufen, die Mehrzahl von 60 % aber am liebsten online shoppt. Die Gründe liegen scheinbar auf der Hand: die Produktverfügbarkeit ist unmittelbar ersichtlich, der günstigste Preis ist schnell gefunden und die bequeme Lieferung erspart den Shoppingmarathon zu Fuß.

Vor allem im Fashion-Bereich boomt der E-Commerce. Für lokale Ladengeschäfte gilt es, Modekäufer mit zeitgemäßen und bedarfsgerechten Services (zurück) zu erobern. Allen voran kann die persönliche Beratung vor Ort im Internet nur schwer ersetzt werden. Modehändler können diesen Vorteil stärker nutzen, um auch ohne Online-Shop bei internetaffinen Kunden zu punkten. Das Internet sollte dabei aber trotzdem nicht außen vor gelassen werden.

Multichannel-Ausrichtung ist keine Frage der Unternehmensgröße

Das Internet spielt eine zentrale Rolle in der Customer Journey – auch beim „Offline-Kaufen“. Im Web werden nicht nur Öffnungszeiten, Warenangebote und Adressen von lokalen Geschäften nachgeschaut. Praktische Funktionen wie Beratungstermin-Vereinbarung, Click-and-Collect-Services und Verfügbarkeits-Checks führen kaufbereite Kunden direkt an den Point of Sale. Weil das Shoppen und Surfen über Mobilgeräte immer selbstverständlicher wird, sollte die Webseite von Tablet- und Smartphone-Nutzern problemlos bedient werden können.

Wer die Kundenwünsche kennt, kann sie optimal bedienen

Online-Shopping ist nicht in jeder Hinsicht nerven-, zeit- oder kostensparender, wenn man mögliche Unannehmlichkeiten durch Liefer- und Zustellprobleme, falsche Passformen und nötige Retouren bedenkt. Auch fehlt Käufern oft die Möglichkeit, Produkte vor dem Kauf anzuprobieren. Mit kundenorientierten Beratungs- und Serviceleistungen können Einzelhändler ihre Stärken in diesen Aspekten gezielt herausstellen. Insbesondere Männer möchten ohne großen Aufwand gut gekleidet sein. Im Geschlechtervergleich sind auch sie diejenigen, die aus Bequemlichkeit häufiger online einkaufen.

Einzigartige Kauferlebnisse schaffen einen Mehrwert

Mithilfe von Personal Shopping kommt man männlichen Modekäufern entgegen, die möglichst schnell und effektiv ein passendes Outfit finden möchten. Book A Style hat eine entsprechende Schnittstelle entwickelt, die ohne großen technischen Aufwand an jede Webseite angebunden werden kann. Sie erlaubt es Kunden, online Termine für eine individuelle Outfit-Vorauswahl und Stilberatung im Modehaus zu vereinbaren. Damit die Modeverkäufer eine passende Auswahl bereitlegen können, kann der Kunde seine Outfit-Präferenzen und Kleidergrößen ganz einfach in der Webanwendung auswählen. Anprobiert wird ganz entspannt vor Ort und gekauft wird nur, was gefällt. Am Ende der Customer Journey steht somit ein zufriedener Kunde, der ohne Wartezeit, ohne Suchstress und ohne Fehlkäufe sein Wunsch-Outfit gefunden hat und bestimmt gerne wiederkommt.